Schützengau Sulzbach-Rosenberg
Schützengau Sulzbach-Rosenberg | |
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1. Vorsitzender: | Werner Wendl |
Homepage: | www.schuetzengau-suro.de |
Gründungsdatum: | 31. Mai 1923 / 1. Oktober 1951 |
Der Schützengau Sulzbach-Rosenberg e. V. ist eine Dachorganisation des Sportschießens in der Oberpfalz als Unterorganisation des Oberpfälzer Schützenbundes (OSB). Er wurde am 31. Mai 1923 in Sulzbach (heute Sulzbach-Rosenberg) gegründet und am 1. Oktober 1951 wiedergegründet.[1] Ihm gehören aktuell (Stand 2024) rund 4.600 Mitglieder[2] in 33 Vereinen an.[3]
Zweck und Organisation
Zweck des Schützengaues ist der Zusammenschluss von Schützenvereinen auf freiwilliger Grundlage und deren Einbindung in die Organisation des Oberpfälzer Schützenbundes, wobei jeder Verein das Recht hat, die Zugehörigkeit zu einem anderen Gau innerhalb des OSB selbst zu bestimmen.[4]
Das Verbandsgebiet des Schützengaues Sulzbach-Rosenberg umfasst 33 Vereine; davon im Landkreis Amberg-Sulzbach insbesondere die Vereine des Altlandkreises Sulzbach-Rosenberg, sowie einige Vereine direkt angrenzender Landkreise.[3]
Geschichte
Schützengesellschaften sind bereits seit dem Mittelalter nachgewiesen. Sie dienten ursprünglich der Verteidigung des eigenen, unmittelbaren Bereiches und der dazu notwendigen Übung der Bürger in der Handhabung der Waffen. Mit Einführung stehender Heere im 19. Jahrhundert wurden die Schützen von ihren Pflichten zur Landesverteidigung entbunden, das Schießen nahm sportlichen Charakter an. Der Zusammenschluss sportbegeisterter Schützen in neuentstandenen Schützenvereinen war die Folge; wesentliche Impulse dazu gab die Gründung des Deutschen Schützenbundes 1861 in Gotha.[1]
In Folge vieler Vereinsneugründungen schlossen sich am 30. Mai 1889 in Schwandorf auch die Oberpfälzer Vereine zu einer Dachorganisation zusammen, dem Oberpfälzer Provinzial-Schützenverband, der sich 1909 in Oberpfälzer Schützenbund umbenannte.[1]
Zur besseren Vernetzung der Vereine untereinander, sowie insbesondere auch zur Durchführung von vergleichenden sportlichen Wettkämpfen und der Stärkung innerhalb des Oberpfälzer Schützenbundes wurde schließlich unter Federführung von Josef Schwarzkopf am 31. Mai 1923 der Gau V mit 6 Gründungsvereinen gegründet, der bis zum Jahr 1933 auf 27 Mitgliedsvereine angewachsen ist, bevor er sich am 21. Oktober 1933 auf Anordnung hin selbst aufgelöst hat und fortan im Zuge der Gleichschaltung in andere Organisationen mit nationalsozialistischer Struktur und Charakter übergeführt wurde.[1]
Im Jahr 1951 war es erneut Josef Schwarzkopf, der die Wiedergründung des Schützengaues vorangetrieben hat, die am 1. Oktober 1951 mit 5 Vereinen als Gau Sulzbach-Rosenberg erfolgte. Bestanden zunächst Überlegungen, sich dem Bayerischen Sportschützenbund anzuschließen, entschloss man sich in der Gauversammlung am 23. März 1952 endgültig für eine Zugehörigkeit zum Oberpfälzer Schützenbund, die bis heute fortbesteht.[1]
Zwischenzeitlich gehören 33 Vereine zum Schützengau.[3]
Gauschützenmeister seit Gründung
Seit dem Gründungsjahr 1923 standen als Gauschützenmeister an der Spitze des Schützengaues:
1923 – 1925 | Hans Melchner[1] |
1925 – 1933 | Josef Schwarzkopf[1] |
1933 – 1937 | Johann Adam Kurz (als „Unterkreisführer“)[1] |
1951 – 1953 | Josef Schwarzkopf[1] |
1953 – 1959 | Johann Adam Kurz[1] |
1959 – 1970 | Georg Zagel[1] |
1970 – 1980 | Hans Bühler[1] |
1980 – 1991 | Karl Federer[2] |
1991 – 2015 | Wolfgang Moll[2] |
2015 – 2017 | Joachim Jäger[2] |
2017 – 2022 | Dietmar Beyer[2] |
seit 2022 | Werner Wendl[2] |
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 Otto Schönberger, In: Chronik des Schützengaues Sulzbach-Rosenberg, Hrsg. Schützengau Sulzbach-Rosenberg, 1988
- ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 Schützengau Sulzbach-Rosenberg, abgerufen am 5. Februar 2025
- ↑ 3,0 3,1 3,2 OSB e.V., abgerufen am 5. Februar 2025
- ↑ Geschäftsordnung des Schützengaues Sulzbach-Rosenberg