Heimatkundlicher Kreis Amberg-Sulzbach im Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg
Der Heimatkundlicher Kreis Amberg-Sulzbach im Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg verstand sich als nach innen und außen offene Plattform zur fachkundlichen Pflege des Heimatbewusstseins, gleichsam als interdisziplinäres Forum auf Stadt- und Landkreisebene für Historiker, Geologen, Botaniker, Ornithologen, Bauforscher, Altstraßenforscher, Kunstgeschichtler, Vor- und Frühgeschichtler oder Volkskundler.
Geschichte
Der Heimatkundliche Kreis Amberg-Sulzbach im Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg wurde im Frühjahr Frühjahr 1987 durch die Privatinitiative einiger an der Heimatkunde interessierter und engagierter Bürger gegründet. Erster und einziger Leiter war für 23 Jahre Mathias Conrad. 1992 begann der Heimatkundliche Kreis mit der Herausgabe der eigenen Publikationsreihe DER EISENGAU im Selbstverlag. Zum 31. Dezember 2010 hat sich der Kreis wegen eines fehlenden Nachfolgers für Mathias Conrad für den Posten des Leiters aufgelöst.[1]
Wirken
Schwerpunkte der breit gefächerten Aktivitäten des Heimatkundlichen Kreises bildeten die Geländeforschung mit neuen Erkenntnissen zur Siedlungs- und Verkehrsgeschichte und die regionale Bauforschung, vom Jura- bis zum Waldlerhaus, von den Burgen und Schlössern bis zu den Kirchen und Kapellen. Das Zusammenwirken von verschiedenen Disziplinen erbrachte, wie z.B. bei der radiästhetischen Untersuchung von Kirchen, neue methodische Denkansätze und Perspektiven. Auf dem Sektor der Heimatpflege selbst hingen die Ergebnisse sehr stark von der jeweiligen Situation vor Ort ab, etwa um einen Burgstall vor weiterer Zerstörung zu bewahren, ein religiöses Flurdenkmal zu renovieren, Hügelgräber in die Denkmalliste aufzunehmen oder die Renovierung eines Baudenkmals zu forcieren. Viele für die Identität der Region und ihrer Bevölkerung bedeutsame Projekte wurden von diesem Kreis angestoßen.[1]