Edwin Völkl
Edwin Völkl (* 18. Juli 1937 in Trausnitz; † 30. Oktober 2002 in Pfreimd) war von 1. September 1973 bis 1989 Stadtpfarrer in Hirschau.[1]
Leben
Edwin Völkl wurde am 18. Juli 1937 in Trausnitz geboren. Nach dem Abitur am Gymnasium in Regensburg, dem Studium an Phil.-Theolog. Hochschule in Regensburg und Canisaneum Innsbruck wurde er am 29. Juni 1965 durch Bischof Rudolf Graber im Hohen Dom zu Regensburg zum Priester geweiht.[1]
Wirken
Kaplanszeit
Nach kurzer Aushilfe in Trausnitz war er vom 15. August 1965 bis 31. August 1967 Kaplan in Waldershof, danach vom 1. September 1967 bis 31. August 1973 Kaplan in der Pfarrei St. Martin in Amberg.[1]
Stadtpfarrer von Hirschau
Von 1. September 1973 bis 1989 war er Stadtpfarrer in Hirschau. 1975 wurde er zum Dekan ernannt. Völkl gab den Anstoß, dass aus einem Frauenbund-Krankenpflegekurs die „Zentrale für ambulante Pflegedienste”, die heutige Caritas Sozialstation Hirschau entstand. Als deren größer gewordenes Aufgabenfeld den Bau eines Stationsgebäudes erforderte, stellte er dafür mit dem sog. „Mesner-Fleckl“ ein Grundstück zur Verfügung. Nach der Renovierung bzw. dem Umbau der Sakristei war der Neubau des Pfarrhofs das erste Groß-Projekt der Ära Völkl. Sieben Jahre kämpfte er darum, bis die Einweihung am 23. November 1980 durch Generalvikar Fritz Morgenschweis erfolgte. Zugleich erhielt die Pfarrbücherei den kirchlichen Segen. Danach ging es an die Neugestaltung des heutigen Bischof-Bösl-Platzes. 1984 folgte die Innen- und Außenrenovierung der Vierzehnnothelferkirche. Diese war noch nicht vollendet, da ergriff Pfarrer Völkl die Initiative zum Umbau des Jugend- und Neubau des Pfarrheims, in das die Altentagesstätte integriert wurde. Am 20. Oktober 1985 wurde das Heim von Bischof Antonio Eduardo Bösl eingeweiht. Den Höhepunkt seiner Bautätigkeiten setzte Völkl mit der Innenrenovierung der Stadtpfarrkirche. Sie erhielt ihren neugotischen Stil zurück. Bischof Manfred Müller segnete am 9. November 1986 zum Abschluss der Renovierung den neuen Volksaltar und den neuen Kreuzweg. Den Abschluss der Bauarbeiten an der Kirche bildete 1988 die Totalrenovierung des Sandsteinturmes. Kirchenpfleger Hans Bösl hatte bei Pfarrer Völks Verabschiedung 1989 allen Grund zur Feststellung, dass „seit Pfarrer Kotz kein Pfarrer so große bauliche Leistungen vollbracht hat wie Pfarrer Völkl.“ Dankbar fügte er hinzu, dass dieser alle Maßnahmen abgeschlossen habe, „ohne eine Mark Schulden zu hinterlassen.“[1]
Ehrungen
- Oktober 1985: Bürgermedaille in Gold der Stadt Hirschau
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 Werner Schulz: Edwin Völkl – vorbildlicher Seelsorger und weitsichtiger Baumeister, abgerufen am 31. Dezember 2024
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